Die ASF bei der Fahnenaktion auf dem Luisenplatz Presse ASF beim Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

„Gewalt an Frauen keine Chance geben!", fordern die Darmstädter Bundestagsabgeordnete, Brigitte Zypries, und die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Darmstadt (ASF), Franziska Wende, anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

„Gewalt gegen Frauen ist leider noch immer alltäglich. Sie findet oft im Stillen und hinter verschlossenen Türen statt“, sagt Franziska Wende und führt weiter aus. „Die Dunkelziffer ist hoch, Fälle häuslicher Gewalt gelangen in den wenigsten Fällen vor Gericht. Wichtig ist, dieses Tabu zu brechen und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Darum werden wir von der ASF Darmstadt uns auch in diesem Jahr wieder an der bundesweiten Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“ beteiligen“.

Brigitte Zypries ergänzt: „40% der Frauen in Deutschland haben körperliche und/oder sexuelle Gewalt seit ihrem 16. Lebensjahr erlitten. Oft geschieht die Gewalt im familiären Umfeld. Auch für sexualisierte Gewalt ist die eigene Wohnung der häufigste Tatort. Jede siebte Frau in Deutschland musste in ihrem Leben eine Vergewaltigung erleiden. Es ist deshalb wichtig, dass wir schauen, wie die Strafbarkeitslücken im Sexualstrafrecht geschlossen werden können. Gewalt ist männlich und kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor. Wichtig für die Frauen ist, dass sie sich nicht allein gelassen fühlen. Deshalb ist es toll, dass es jetzt das bundesweite Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘ gibt! Es ist Tag und Nacht kostenlos unter der Rufnummer 08000 116 016 erreichbar. Neben den betroffenen Frauen können sich auch Angehörige, Freunde und andere Menschen aus dem sozialen Umfeld sowie Fachkräfte an das Hilfetelefon wenden. Eine Online-Beratung gibt es unter www.hilfetelefon.de. „Die Beratung ist vertraulich, kostenfrei und 365 Tage im Jahr erreichbar“, erklärten die beiden Politikerinnen abschließend. „Wir raten allen Betroffenen, sich Hilfe zu holen.“

Veröffentlicht am 25.11.2014

 

ASF Bezirkskonferenz (Foto: Elke Ferner) Anträge Von der ASF BeKo in die Realpolitik: kein Raum für Sexismus!

Am 15. November trafen sich die südhessischen SPD-Frauen zu einer außerordentlichen Bezirkskonferenz. Wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass das Unternehmen “Real Social Dynamics”, kurz RSD, plant eines ihrer Seminare in Frankfurt anzubieten. Auf diesen Workshops erklären selbsterannte “Pick Up Artists” (deutsch Abschlepp-Künstler) anderen Männern wie sie auf der Straße oder im Club Frauen ansprechen und direkt am selben Tag ins Bett kriegen können. Diese Art aggressiven Balzverhaltens macht seit den 90ern die Straßen dieser Welt noch unsicherer für Frauen als sie es ohnehin schon sind. Doch wo gewöhnliche Pick Up Artist lediglich verbal übergriffig und penetrant sind, überschreiten die Männer von RSD die Grenzen zu körperlicher sexualisierter Belästigung und Gewalt. Es gibt inzwischen zahlreiche Artikel und Videos im Internet, die die ekelhaften Methoden des Unternehmens und seiner Trainer offen legen.

Inspiriert vom Beispiel Australiens, wo die Mitarbeiter von RSD das Visum entzogen bekamen, formulierten junge Frauen aus Gießen, der Wetterau und Darmstadt einen Antrag für die ASF-Konferenz. Dort forderten sie ein Einreiseverbot für die RSD-Trainer und dass Hotels in Frankfurt ihnen keine Räume vermieten sollten. Des weiteren wollen sie für den Fall, dass das Seminar doch stattfindet einen breiten Protest dagegen ins Leben rufen.

Letzte Woche Donnerstag beschloß dann die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung einen von der SPD inspirierten Antrag der schwarz-grünen Koalition, der den Magistrat aufruft, das Seminar von RSD in Frankfurt zu verhindern.

Wir freuen uns, dass eine Initiative der ASF so schnell ihren Weg in die Realpolitik gefunden hat und bedanken uns vor allem bei Natalie Pawlik und Clara Veit für das Schreiben des Antrages und Chris Heimpel für das Einbringen in die Frankfurter Kommunalpolitik.

Veröffentlicht am 23.11.2014

 

Der neue Vorstand der ASF Darmstadt Presse Franziska Wende neue Vorsitzende der Darmstädter SPD-Frauen

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 17.10. wählte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) die 25-jährige Franziska Wende zu ihrer neuen Vorsitzenden. Nach 15 Jahren an der Spitze war die bisherige Vorsitzende Monika Bradna nicht mehr angetreten. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Karin Dobelmann und Anne Marquardt gewählt. Ellen von Borszyskowski wurde einstimmig als Rechnerin bestätigt. Neue Schriftführerin ist Katrin Kosub. Den Vorstand komplettieren die Beisitzerinnen Yasemin Aslan, Gudrun Günther, Samantha Härter, Ursula Knechtel, Jutta Prochaska, Sabine Seidler, Rhoda Thieves und Claudia Trägler.

Thematisch möchte sich der Vorstand genauer mit der Rolle von Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus auseinandersetzen und so seinen Beitrag zum Gedenkjahr 2015 leisten. Aber auch aktuelle politische Entwicklungen beschäftigen die Frauen, so wollen sie eine kritische Position zu den Plänen der Bundesregierung, die Regulierung von Prostitution zu verschärfen, entwickeln. Neben klassischen frauenpolitischen Anliegen möchte die neue Vorsitzende auch queere Positionen in die Arbeit der ASF einbringen.

Veröffentlicht am 19.11.2014

 

Allgemein Internationaler Frauentag 2014

„Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen könnte“ sagte Käte Strobel, die erste Bundesministerin der SPD (1907-1996). Käte Strobel brach ein großes Tabu, als sie in den 60er Jahren für Aufklärung und Familienplanung eintrat. Auch die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Darmstadt will die heutige Gesellschaft maßgeblich weiter entwickeln und ist auch bereit dazu, bisherige Tabus in der „politischen Männerwelt“ zu brechen. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordern wir keine Ausnahmen beim Mindestlohn.

Aktuell werden in der Großen Koalition besonders von Seiten der CDU und CSU Ausnahmen vom Mindestlohn gefordert, zum Beispiel für Mini-Jobberinnen wie Haushaltshilfen und Zeitungszustellerinnen. Monika Bradna, Vorsitzende der ASF Darmstadt kritisiert das scharf: „Wenn Ausnahmen gewährt werden, wird der flächendeckende Mindestlohn ausgehebelt“. 70% der Beschäftigten, die ein Gehalt unter 8,50 Euro erhalten, sind Frauen. Ein Großteil davon arbeitet in dem Bereich, der nach Forderungen der CDU/CSU vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen werden soll. „Die meisten Frauen in diesem Bereich sind ohnehin von Altersarmut bedroht. Die Bundesregierung muss ihre Situation verbessern anstatt sie wie Arbeitnehmerinnen zweiter Klasse zu behandeln“ fordert Bradna. Ohnehin glauben die Sozialdemokratinnen, dass Ausnahmen vom Mindestlohn gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstoßen würden.

Auch innerparteilich möchten die Darmstädter Sozialdemokratinnen Druck ausüben und diskutieren derzeit mit weiteren ASF Gliederungen über eine weiblich/männliche Doppelspitze für den Bundesvorstand der SPD. „Der Bundesvorstand der SPD hat verkündet, die Partei müsse weiblicher werden. Diesem Ziel müssen nun auch in der Spitze Taten folgen“ folgert Bradna.

„Unsere Ziele dürfen wir nicht nur politisch verhandeln, sondern müssen sie auch in der Gesellschaft diskutieren“ ist sich Bradna sicher. Dafür wünsche sich die ASF noch „viel mehr Frauen, die sich zu Wort melden und einbringen“. Die Mitarbeit bei der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen ist auch für Nicht-SPD-Mitglieder möglich. Wer Interesse hat möge sich unter monika.bradna(at)web.de melden. „Käte Strobel hat auch heute noch Recht: Wir können die wichtigen Fragen der Gesellschaft nicht mehrheitlich den Männern überlassen“ ist sich Bradna sicher.

Veröffentlicht am 09.03.2014

 

Presse Erfolgreiches Familienfest der Darmstädter SPD

Am Samstag (20. Oktober) feierte die SPD Darmstadt von 11 bis 15 das erste Familienfest auf dem Luisenplatz. Bei strahlendem Wetter fanden viele Menschen den Weg an die Stände der SPD, um sich zu informieren und um ihre Meinung aufzuschreiben zum Thema: Wie soll eine gute Familienpolitik aussehen? Der BUND war mit einem eigenen Stand vertreten und präsentierte von Kindern aufgenommene Fotos ihrer Stadt.

Vertreterinnen der IG BCE, Ver.di, des Verbandes berufstätiger Frauen, der Sefo Femkom, der TU Darmstadt und der Evangelischen Kirche
formulierten ihre Anforderungen an Gleichstellungs-und Familienpolitik und
bereicherten damit die Debatte.

Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Eltern stärken, während die Kinder auf der Hüpfburg tobten, sich schminken ließen oder riesige Bauklötze verbauten.

Für den Kuchen wurden 169,18€ gespendet, die auf 200€ aufgerundete Summe überweist die SPD an die Kinder- und Jugendfarm in der Maulbeerallee.

Brigitte Zypries, MdB

Veröffentlicht am 26.10.2012

 

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