Liebe Besucherin, lieber Besucher,

es freut mich, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen.
Die ASF ist ein Ort, an dem frauen- und gleichstellungspolitische Zielvorstellungen, Positionen und Programme der SPD vorgedacht und vorformuliert werden. Nicht alles, aber vieles von dem wird offizielle Politik der SPD, so dass die ASF für sich in Anspruch nehmen kann, der Zeit gelegentlich ein bisschen voraus zu sein.
Wenn Sie mehr wissen wollen, wenn Sie Anregungen oder Kritik loswerden wollen, dann sind wir für Sie da. Auch wenn Sie (noch) nicht Mitglied der SPD sind oder es (noch) nicht werden wollen, sind Sie bei uns willkommen.
Ich wünsche Ihnen einen informativen Aufenthalt auf unserer Homepage und hoffe, Sie bald wieder begrüßen zu dürfen.
Mit solidarischen Grüßen
Ihre Monika Bradna

Vorsitzende der ASF Darmstadt
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – dieses Prinzip muss auch zwischen den Geschlechtern voll gelten. Darauf, dass Frauen noch immer schlechter als Männer in der Arbeitswelt bezahlt werden, hat Monika Bradna, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Frauen (ASF), anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hingewiesen. Im europäischen Durchschnitt bekommen Frauen noch immer rund 17 Prozent weniger Lohn als Männer. In Deutschland erhalten Frauen sogar durchschnittlich ein Viertel weniger Stundenlohn (23 Prozent) als ihre männlichen Kollegen. Das geht aus einer Untersuchung der EU-Kommission vom Februar hervor.
Deshalb forderte Bradna auf nationaler wie europäischer Ebene neue Initiativen. „Die bestehende Ungleichheit bei den Löhnen zwischen Männern und Frauen können wir nicht hinnehmen. Das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit muss auch zwischen den Geschlechtern voll gelten! Frauen sind mehr wert.“ In ihrem Manifest zur Europawahl fordert die SPD eine neue europäische Initiative zur Verwirklichung von Lohngleichheit von Frauen und Männern mit klaren Zielen, Kontrollen und Sanktionen. „Jahrelang haben Unternehmen beteuert, dass sie Frauen faire Löhne bezahlen. Dies ist nicht geschehen – jetzt müssen Gesetze her.“
Ursache der großen Lohnungleichheit ist in Deutschland auch der hohe Anteil von Frauen, besonders mit Kindern, an Teilzeitarbeit. Weil die Arbeitswelt meist nicht familienfreundlich ist, erlauben Kindererziehung, Pflege älterer Angehöriger und Führung des Haushalts Frauen häufig nur, in Teilzeit zu arbeiten. Das hat meist ein geringes Einkommen zur Folge. Selbst erwerbstätige Frauen kämpfen oft mit Armut, allen voran allein erziehende Mütter. „Deshalb setzt sich die SPD für einen gesetzlichen Mindestlohn ein, der Frauen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglicht.“ In 20 der 27 EU-Mitgliedstaaten gelten bereits gesetzliche Mindestlöhne. „Deutschland muss hier nachziehen. Union und FDP dürfen diesen wichtigen Schritt nicht länger blockieren“, so Bradna.
Der große Unterschied beim Lohn von Männern und Frauen ist in Deutschland auch auf den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen zurückzuführen. „ Norwegen macht vor, wie es besser geht. Dort wurde für die Privatwirtschaft eine Frauenquote von 40 Prozent in den Chefetagen festgelegt. Das Potenzial von Frauen wird hierzulande immer noch stark unterschätzt“, stellt Monika Bradna fest. „Auch in Deutschland sollten wir deshalb über Quoten für Frauen in der Arbeitswelt nachdenken.“
Veröffentlicht am 06.03.2009
Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) nimmt mit Erleichterung Dagmar Metzgers Verzicht auf eine weitere Kandidatur für den Landtag zur Kenntnis. „Sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern als auch innerhalb der SPD wird sehr kontrovers über Dagmar Metzgers Motive diskutiert. Ihr Verhalten war und ist nach wie vor polarisierend“, fasst die ASF-Vorsitzende Monika Bradna den Hintergrund für die Haltung der ASF zusammen. Zugleich wünscht sich die ASF eine Kandidatin/einen Kandidaten für den Wahlkreis 50, die/der zu dem Politikprogramm der Sozialen Moderne steht und daran zukünftig konstruktiv mitwirken will.
„Für die meisten in der ASF spielt aber auch die Enttäuschung eine große Rolle, dass Andrea Ypsilanti nach monatelangem öffentlichem Feldzug gegen ihr vermeintlich übersteigertes Machtstreben - wer würde einem Mann in der Politik derartiges vorwerfen!? - am Ende ausgerechnet von drei Frauen daran gehindert worden ist, die erste Ministerpräsidentin Hessens zu werden“ so Bradna weiter. Andrea Ypsilanti wurde sowohl als erfolgreiche Frau als auch als Symbolfigur einer neuen Politik, der Sozialen Moderne, angefeindet. Die ASF verurteilt dies und wünscht sich eine inhaltliche Diskussion statt ideologisch verbrämte Personenschelte.
In ihrem aktuellen Beschluss begrüßt es die ASF einstimmig, „dass der neue Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel sich den politischen Herausforderungen stellt und sich für die inhaltliche Kontinuität unseres Programms einsetzt. Wir brauchen eine starke Frauenpolitik, gerechte Bildung, gute Arbeit und regenerative Energien. Nicht zuletzt die aktuelle Krise der Finanzmärkte oder die schlechten Noten für Hessen bei der neuesten PISA-Studie haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Veröffentlicht am 23.11.2008
Immer mehr Niedriglohnbeschäftigte mit immer weniger in der Tasche
Frauen sind überdurchschnittlich betroffen
In einer jüngst erschienenen Umfrage erklärten 82 Prozent der Befragten, dass man mit einer Vollzeitbeschäftigung soviel verdienen sollte, um davon leben zu können. Niedriglohnbeschäftigte können das häufig nicht. Anlass genug für die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) und die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) sich am vergangenen Freitag im Frauenzentrum in einer Film- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema auseinander zu setzen. Als fachkundige Referentin und Diskussionspartnerin stand Bianca Winter, Gewerkschaftssekretärin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zur Verfügung.
Während der Anteil der Niedriglohnbeschäftigung seit Mitte der 90er Jahre kräftig steigt und mittlerweile mehr als jeder fünfte abhängig Beschäftigte gering bezahlt wird, sinken die Niedriglöhne seit 2004 beständig. Die aktuellen Forschungsergebnisse aus dem Institut für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg/Essen weisen nach, dass sich die Löhne in Deutschland immer mehr nach unten ausdifferenzieren. Und dies hat auch Einfluss auf die übrigen Arbeitsplätze. „Niedriglöhne setzten eine Abwärtsspirale in Gang, die niedrigere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen für alle nach sich zieht“, stellte Bianca Winter fest. “Unsere europäischen Nachbarländer haben dies längst erkannt und die Dynamik der Abwärtsbewegung durch die Einführung von Mindestlöhnen gestoppt. Auch in Deutschland brauchen wir einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro, der möglichst schnell auf neun Euro erhöht werden muss“.
Tatsächlich ist die Niedriglohnbeschäftigung in keinem unserer Nachbarstaaten so stark angestiegen wie in Deutschland. Und in keinem anderen Land ist der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung so hoch wie in Deutschland. Ein Ausbildungsabschluss ist demnach kein Schutz vor dem Niedriglohn, allenfalls vor Arbeitslosigkeit.
Monika Branda, die Vorsitzende SPD-Frauen in Darmstadt, und der Vorsitzende der sozialdemokratischen Arbeitnehmerorganisation, Gewerkschaftssekretär Horst Raupp, fordern die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, um die Beschäftigten vor Dumpinglöhnen zu schützen: „Wer Vollzeit arbeitet, muss mit seiner Familie menschenwürdig leben können. Armuts- und Hungerlöhne sind eine Kampfansage an die arbeitenden Menschen“.
Der Frauenanteil im Niedriglohnbereich ist weit höher als der der Männer, fast 70 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten sind Frauen. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit und in Minijobs, auch hier überwiegend Frauen. „Die meisten können davon nicht leben und sind auf ergänzende Sozialtransfers durch den Staat angewiesen,“ stellt Bradna fest. „Sie werden eines Tages auch keine ausreichende Rente zum Leben haben. Hier entsteht eine neue Altersarmut und die ist weiblich.“
Veröffentlicht am 22.06.2008